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| Tür
auf Tür zu |
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| LILIPUT!
Theater für die Allerkleinsten |
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TÜR
AUF TÜR ZU
Eine Tür ist ein interessantes Ding: Man kann sie aufmachen
und zumachen, langsam oder schnell, mutig oder vorsichtig.
Eine Türe verbindet und trennt, Abschied und Neubeginn. Eine
Tür grenzt das Ungewisse ab. Manche Türen sind verboten, manche
machen uns Angst, manche machen uns neugierig. Jemand ist
durch die Tür gegangen, ist er jetzt weg oder was? In dem
einfachen Kinderspiel von Sehen und Nichtsehen ("Kuckuck?
- Da!") steckt der Beginn von Fragen, die uns ein ganzes Leben
lang begleiten. Wo ist meine Sicherheit? Was existiert wirklich?
Gibt es Wahrheit? Nicht umsonst ist die Tür immer wieder Symbol
für fundamentale Fragen und Ereignisse unseres Lebens.
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Tips für den
ersten Theaterbesuch finden Sie hier
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Regie:
Edelgard Hansen
Musik: Elmar Vibrans
Spiel und Ausstattung:
Michael Nöck Gebhardt-Seele
Spieldauer:
ca. 40 min
Aufbauzeit: ca. 2 Std.
Abbauzeit: 1 Std.
Bühnenmaße:
7m breit, 4m tief, 2,7m hoch
Der Bühnenraum
sollte schwarz sein.
Der Raum sollte abgedunkelt sein (nicht ganz dunkel).
Da die Erwachsenen mit ihren Kindern zusammen sitzen sollten,
muss darauf geachtet werden, dass alle einen guten Blick auf
die Bühne haben. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie
gerne bei der Anordnung der Zuschauersitze.
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Diese Produktion wurde gefördert von:

| Freundeskreis
Theater FADENSCHEIN e.V.
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Ein
Stück entsteht:
Produktionsbericht
"TÜR AUF TÜR ZU"
für
Kinder ab 2 Jahren
Theater
für diese Altersgruppe zu machen ist eine neue und ausgesprochen
spannende Aufgabe. Ganz anders als alles, was wir bisher entwickelt
haben. Wir haben mittlerweile einige Projekte von Kollegen
hierzu sehen können und sind auf verschiedenen Festivals
zum Thema gewesen. Da ist der Kopf erst einmal voll wie ein
Bienenkorb und summselt.
Die quälende Aufgabe des Anfangens besteht darin, eine
dieser Bienen zu schnappen und zu versuchen, aus ihr ein großes
und wunderbares Ereignis zu machen. TÜR AUF TÜR
ZU - das schien uns ein brauchbarer Einstieg.
Mit Edelgard Hansen war bald eine Regisseurin gefunden, die
großes Interesse am "Theater für die Allerkleinsten"
und auch entsprechende Qualifikationen mitbringt: Am "Fliegenden
Theater" Berlin inszenierte sie das sehr erfolgreiche
Stück "Matti Patti Bu". Für die Einrichtung
der Musik ist wieder einmal Elmar Vibrans dabei. Der Braunschweiger
Musiker ist in vielen Produktionen unseres Hauses bereits
ein geschätzter Mitarbeiter gewesen.
Aus Büchern, vielen Gesprächen und eigener Anschauung
haben wir schon einiges zum Thema gelernt. Der unmittelbare
Kontakt zur Zielgruppe schien uns aber wichtig. Zwei Braunschweiger
Kindertagesstätten mit Kindern im entsprechenden Alter
erwiderten unsere Anfrage nach Kooperation sehr entgegenkommend:
Herzlichen Dank an die "FrechDaxe" (VW-Financial)
und das "Spatzennest" (Unikindergarten). Hospitationen
sind möglich: z.B. einfach mal dabei sitzen, die Athmosphäre
aufnehmen / zuschauen, was die Kinder bewegt / sehen, wie
sie spielen und entdecken / Gespräche mit den ErzieherInnen.
Dann folgen erste Experimente.
Mit einer kleinen blauen Tür in einer gelben Wand, einem
roten Luftballon und einem einfachen Musikinstrument gehen
wir zu den Kindern und stellen eine kleine Sequenz vor. Das
Ergebnis ist äußerst ermutigend, wir scheinen auf
einer guten Spur zu sein.
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schnell
ist klar:
es wird keine "Geschichte" im herkömmlichen Sinn
geben. Wir arbeiten mit Bildern, Musik und Tönen.
Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Schnittmenge dessen
zu finden, was zweijährige Menschen und auch Erwachsene
fesselt und interessiert.
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erste
Entwürfe entstehen am Computer und als Modell.
Bild-Ideen werden assoziiert |
.. und dann
geht es in die Werkstatt: |
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Die verschiedenen
Stadien unserer Arbeit testen wir immer wieder mit kleinen
Kindergruppen. Dabei bekommen wir großen Respekt vor
dem "andächtigen Staunen", zu dem 2-jährige
fähig sind - wunderbar!
Wir stellen
auch fest, dass es nötig ist, die begleitenden Erwachsenen
"mitzunehmen". Wir wollen ihnen gerne die Angst
nehmen, ihre Kinder könnten sich eventuell nicht ordentlich
verhalten. Es passiert immer wieder, dass einzelne Kinder
mit der Situation als solcher Schwierigkeiten haben, Angst
vor dem Fremden haben, raus wollen, weinen. Damit müssen
wir rechnen und diesen Kindern mit ihren begleitenden Erwachsenen
die Möglichkeit geben, Nähe und Distanz auszutesten
- hinaus zu gehen und auch wieder herein zu kommen. Es kommt
vor, dass solche Kinder dann den Sprung schaffen und voller
Begeisterung in der ersten Reihe sitzen, als hätten sie
nie Angst gehabt.
Wir wollen den begleitenden Erwachsenen auch gerne vermitteln,
dass es in Ordnung ist, wenn sie (leise) mit ihren Kindern
sprechen, das Gesehene teilen - anders, als das sonst im Theater
üblich ist. Dass es dabei nicht darum geht, alles zu
erzählen, was zu sehen ist ("jetzt bläst er
einen Ballon auf"), ist oft schwer zu verstehen. Die
Kinder sollen doch selbst entdecken dürfen, sich das
heraus picken, was sie gerade anspricht - es gibt kein richtiges
oder falsches Verstehen.
Aus diesen Überlegungen und Beobachtungen entsteht eine
kleine Sammlung von "Tips
für den ersten Theaterbesich".
Schließlich
kommt dann der Tag der Premiere. Der Saal wird mit Flokati-Teppichen
und Polstern auf die neuen Bedingungen eingestellt. Das Team
wird eingeschworen, denn besonders bei dem Theater für
die Allerkleinsten beginnt das Theatererlebnis bereits vor
dem Betreten des Saals. Eine bestimmte Athmosphäre von
gelassener Ruhe und behutsamem Ankommen soll den Einstieg
erleichtern.
Der Start verläuft prima, die Rückmeldungen sind
ausgezeichnet.
Die erste Serie mit diesem Stück ist viel zu schnell
vorbei, gerne würden wir gleich weiter machen, Erfahrungen
sammeln, verarbeiten, Änderungen probieren.
So ist das eben, anderes liegt wieder an. Aber es wird weiter
gehen ...
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